Intimcremes: Sanfte Pflege für den empfindlichen Intimbereich

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Intimcremes
Bild: KI generiert

Intimcremes sind speziell auf den sensiblen pH-Wert des Intimbereichs abgestimmt. Die Intimhaut wird durch Milchsäurebakterien (Laktobazillen) geschützt, die ein saures Milieu aufrechterhalten. Intimcremes unterstützen dieses Schutzsystem, lindern Trockenheit und Irritationen und sind besonders in hormonellen Umstellungsphasen wichtig. Sie enthalten hautverträgliche Wirkstoffe wie Milchsäure, Hyaluronsäure und beruhigende Pflanzenextrakte.

Fakten auf einen Blick

  • Der optimale pH-Wert des Intimbereichs liegt bei 3,8–4,4
  • Milchsäurebakterien produzieren Milchsäure und schützen vor Infektionen
  • Normale Seifen und Duschgele haben einen zu hohen pH-Wert für den Intimbereich
  • Intimcremes werden nur im äußeren Intimbereich aufgetragen
  • Hyaluronsäure lindert Intimtrockenheit nachhaltig und verträglich

Intimcreme-Ratgeber: pH-Wert, Wirkstoffe und Anwendung

Die Bedeutung des pH-Werts

Das natürliche Scheidenmilieu weist einen sauren pH-Wert von 3,8–4,4 auf. Milchsäurebakterien (Laktobazillen) vergären Traubenzucker aus den Schleimhautzellen zu Milchsäure und halten so das saure Milieu aufrecht. Dieses Milieu bildet eine natürliche Schutzbarriere gegen Fremdkeime. Normale Seifen und Duschgele haben einen pH-Wert von 9–11 und stören bei jedem Waschen die empfindliche Intimflora. Intimcremes mit einem pH-Wert von 4,2 unterstützen das natürliche Gleichgewicht.

Wirkstoffe in Intimcremes

Milchsäure (Lactic Acid) ist der Schlüsselwirkstoff: Sie hält den pH-Wert im sauren Bereich, spendet Feuchtigkeit und bildet zusammen mit Natriumlactat einen Puffer, der das empfindliche Milieu stabilisiert.

Hyaluronsäure wirkt in zwei Formen: Hochmolekulare Hyaluronsäure bildet einen feuchtigkeitsspendenden Film mit Soforteffekt, niedermolekulare Hyaluronsäure wird in tieferen Hautschichten gespeichert und lindert Intimtrockenheit nachhaltig.

Vitamin E spendet Feuchtigkeit, fördert die Zellneubildung und wirkt als Antioxidans. Mandelöl pflegt besonders mild und eignet sich für die empfindlichsten Hautstellen. Haferextrakt beruhigt gereizte Haut und lindert Juckreiz. Kamille und Ringelblume wirken entzündungshemmend und beruhigen Rötungen.

Anwendung und wichtige Hinweise

Intimcremes werden einmal täglich dünn im äußeren Intimbereich aufgetragen. Bei Bedarf kann die Anwendung mehrmals am Tag erfolgen. Besonders empfehlenswert ist die Anwendung nach dem Duschen, im Sommer bei starkem Schwitzen, während der Menstruation und in den Wechseljahren, wenn die Östrogenproduktion abnimmt und die Intimhaut trockener wird.

Intimcremes sind in der Regel während Schwangerschaft, Stillzeit und Menstruation unbedenklich. Es sollte auf parfümfreie, hypoallergene Produkte geachtet werden. Bei anhaltenden Beschwerden wie Brennen, starkem Juckreiz oder ungewöhnlichem Ausfluss ist ein Arztbesuch ratsam.