Ursachen der Neurodermitis
Die Ursachen für Neurodermitis sind vielschichtig und umfassen sowohl genetische als auch Umweltfaktoren. Genetische Veranlagung spielt eine entscheidende Rolle; wenn in der Familie Fälle von Allergien, Asthma oder Neurodermitis bekannt sind, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass auch Nachkommen betroffen sind. Umweltfaktoren wie Verschmutzung, bestimmte Nahrungsmittel, Pollen und Hausstaubmilben können ebenfalls Neurodermitis auslösen oder verschlimmern. Psychische Faktoren wie Stress oder emotionale Belastungen gelten ebenfalls als potenzielle Auslöser. Eine gestörte Hautbarriere führt dazu, dass die Haut Feuchtigkeit verliert und anfälliger für Reizstoffe wird, was die Symptome verschärfen kann.
Symptome trockener Haut bei Neurodermitis
Typische Anzeichen und Erscheinungsbilder
Neurodermitis an den Händen zeigt sich oft durch auffällige Rötungen, die Haut ist sehr trocken, rau, rissig und schuppig. Bläschen, Pusteln, Einschnitte, Hautverdickungen und nässende Ekzeme sind ebenfalls häufige Symptome. Betroffene leiden meist unter starkem Juckreiz, der durch Kratzen weiter verschlimmert wird. Dies kann zu offenen Wunden und Infektionen führen, die die Haut weiter schädigen und die Symptome verschlimmern.
Ziele und Wirkungsweise der Handcreme bei Neurodermitis
Aufrechterhaltung der Hautbarriere
Die Hauptziele einer Handcreme speziell für Neurodermitis sind die Linderung von Juckreiz, die Reduktion von Entzündungen und die Wiederherstellung der Hautbarriere. Diese Cremes wirken in der Regel durch intensive Feuchtigkeitszufuhr und Rückfettung, um die Haut geschmeidig zu halten. Ein weiteres Ziel ist es, die Haut vor externen Reizstoffen zu schützen und die Heilung von Rissen und Ekzemen zu fördern. Die Wirkungsweise beruht oft auf einer Kombination aus feuchtigkeitsspendenden, entzündungshemmenden und beruhigenden Komponenten.
Beruhigende Inhaltsstoffe und deren Effekte
Wirkung von Panthenol und Squalan
Handcremes gegen Neurodermitis enthalten oft beruhigende Inhaltsstoffe wie PEA (Palmitoylethanolamid), Panthenol und Squalan. PEA wirkt entzündungshemmend und reduziert Juckreiz. Panthenol, ein Pro-Vitamin B5, verbessert die Hautfeuchtigkeit und unterstützt die Wundheilung, während Squalan, ein natürliches Lipid, die Haut weich macht und sie vor Feuchtigkeitsverlust schützt. Diese Inhaltsstoffe zusammen tragen zur Linderung der Symptome bei und verbessern die allgemeine Hautgesundheit.
Zusammensetzung und Anwendung der Creme
Anwendungshinweise und Art der Zusammensetzung
Handcremes für Neurodermitis bestehen in der Regel aus einer Kombination von hydratisierenden und rückfettenden Substanzen, die speziell darauf abgestimmt sind, die Hautbarriere zu stärken. Zu den meist verwendeten Inhaltsstoffen zählen Glycerin, Urea, Omega-Fettsäuren und Ceramide. Die Anwendung erfolgt normalerweise mehrmals täglich, insbesondere nach dem Waschen der Hände. Eine geringe Menge der Creme wird dabei sanft in die Haut einmassiert. Wichtig ist, dass die Creme ohne Duftstoffe und Konservierungsstoffe auskommt, um Reizungen zu vermeiden.
Effekte der Handcreme auf verschiedene Hauttypen
Unterschiedliche Hauttypen und spezifische Vorteile
Handcremes für Neurodermitis wirken unterschiedlich auf verschiedene Hauttypen. Bei sehr trockener und rissiger Haut ist der rückfettende Effekt besonders wichtig, während empfindliche Haut von den beruhigenden Eigenschaften der Inhaltsstoffe profitiert. Normale bis leicht trockene Hauttypen können ebenfalls von den pflegenden Eigenschaften profitieren, da diese Cremes meist ohne irritierende Zusatzstoffe auskommen. Eine geeignete Handcreme kann die Hautstruktur verbessern, die Feuchtigkeitsbalance wiederherstellen und entzündliche Prozesse eindämmen.